Keine Gelenkschmerzen mehr mit Glucosamin!

Mit dem Auftreten von immer mehr Erkrankungen, welche die Gelenke sowie die körperliche Mobilität betreffen, steigt auch der Bedarf für Mittel gegen diese Erkrankungen. Hier kommt Glucosamin ins Spiel: Das natürliche Mittel kann in Form eines Nahrungsergänzungsmittels eingenommen werden. Doch, bei welchen Beschwerden lässt sich dieses anwenden, um was handelt es sich dabei überhaupt und wie wirkt Glucosamin? Auf diese und viele weitere Fragen wird nachfolgend genauer eingegangen.

Um was handelt es sich bei Glucosamin eigentlich?

Bei Glucosamin handel es sich um einen sogenannten „Aminozucker“. Dies ist eine spezielle körpereigene Eiweißstruktur, welche für bestimmte Prozesse und Funktionen im Körper benötigt wird. Benötigt wird Glucosamin im Körper zur Bildung der sogenannten „Glucosaminglykane“, welche für die Gelenke des Körpers von wichtiger Bedeutung sind. Genauer gesagt hilft Glucosamin dem Körper dabei, Knorpel aufzubauen. Knorpel befinden sich in den Gelenken und auf den Knochen. Glucosamin lässt sich außerdem an Knochen, im Knochenmark und in der Gelenkflüssigkeit vorfinden. Somit stellt es die wichtigste Substanz für gesunde und funktionierende Gelenke dar. Unter anderem ist Glucosamin in Pilzen enthalten und wird bei Schalentieren zum Aufbau des Chitins eingesetzt.

Entdeckt wurde der Aminozucker schon 1876 vom deutschen Chirurgen Georg Ledderhose. Seither wurde der spezielle Aminozucker umfangreich erforscht. So wird Glucosamin heutzutage unter den Begriffen Glucosaminhydrochlorid und Glucosaminsulfat in der Umgangssprache benutzt. Grundsätzlich handelt es sich bei Glucosaminen um lange Molekülketten, welche zum Aufbau von Proteinen und Lipiden eingesetzt werden. Hergestellt wird Glucosamin in der Regel aus Chitin. Anschließend kann der Aminozucker zu Nahrungsergänzungsmitteln weiterverarbeitet werden. Häufig werden Nahrungsergänzungsmittel aus einer Kombination von Glucosamin und Chondroitinsulfat hergestellt.

In seiner natürlichen Form entsteht Glucosamin im menschlichen Organismus durch die Verbindung der Bestandteile Fructose-6-Phosphat und der Aminosäure Glutamin. Gerade im höheren Alter kann sich die Fähigkeit, Glucosamin zu produzieren, allerdings verringern. Somit kann es zu einer schnelleren Abnutzung der Gelenke und Knorpeln im Körper kommen. Folglich muss Glucosamin zugeführt werden, um diesen Effekt zu verhindern. Glucosamin ist darüber hinaus in seiner natürlichen Form auch in der Nahrung enthalten. Dies gilt in erster Linie allerdings für Meerestiere wie Krabben, Muscheln, Hummer, Garnelen und Haifische. In unserer modernen Nahrung lassen sich allerdings nur noch Spuren von Glucosamin vorfinden, sodass immer mehr Menschen an einem Glucosamin-Mangel leiden und diesen gerade im höheren Alter bemerken.

Wie wirkt Glucosamin?

Je nach Zusammensetzung wird Glucosamin von Körper auf unterschiedliche Art und Weise aufgenommen: Befindet sich in einem Nahrungsergänzungsmittel Chondroitinsulfat, so wird dieses vom Körper in Glucosaminhydrochlorid und Glucuronsäure umgewandelt. Am häufigsten lässt sich Glucosamin in Nahrungsergänzungsmitteln jedoch in Form von Glucosaminsulfat vorfinden. Das liegt daran, dass Glucosaminhydrochlorid als etwas weniger effektiv gilt. Erst einmal vom Körper aufgenommen, wirkt Glucosamin sich vielfältig aus:

Zum einen wirkt der Aminozucker entzündungshemmend – dies gilt gerade für Entzündungen, welche die Gelenke betreffen. Gleichzeitig kann nach einer wochenlangen Einnahme von Glucosamin auch eine schmerzlindernde Wirkung erzielt werden, welche meist durch die Linderung der Entzündung hervorgerufen wird. Außerdem wirkt Glucosamin schützend auf die Knorpel: Der Verschleiß der Knorpel im Körper werden damit auf Dauer verringert. Zugleich wird der Aufbau der Knorpel effektiv angekurbelt. Eine Regeneration des Knorpelgewebes erfolgt damit ebenfalls. Somit können sich Schädigungen am Knorpelgewebe effektiv zurückbilden.

Bei welchen Beschwerden kann Glucosamin eingesetzt werden?

In erster Linie wird Glucosamin zur Linderung von Gelenkschmerzen eingesetzt. Hier kann der Aminozucker helfen, da dieser Aggrecat bildet – ein Protein, welches unter anderem eine zu starke Kompression der Knorpel verhindert. Immer mehr Menschen setzen Glucosamin zur Linderung von Gelenkschmerzen ein – mit Erfolg, denn Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige Einnahme von Glucosamin nach einigen Wochen tatsächlich zu einer Besserung von Gelenkschmerzen führt. Eingesetzt wird Glucosamin zudem gegen Schwellungen und Steifheit der Gelenke, welche durch Arthritis hervorgerufen werden. Auch hier haben Studien eine erfolgreiche Anwendung von Glucosamin belegt. Des Weiteren kann ein Einsatz zur Regeneration von Knorpelgewebe stattfinden. Wer also aufgrund von schwachen Knorpeln über Komplikationen klagt, kann Glucosamin effektiv einsetzen.

Zudem kann Glucosamin gegen eine leichte bis mittlere Arthrose eingesetzt werden. Diese tritt gerade im höheren Alter bei vielen Menschen auf. Da hier meist starke Medikamente von den Ärzten verschrieben werden, kann Glucosamin unter anderem eine effektive Alternative darstellen. Durch die Einnahme von Glucosamin kann hier auch eine Entstehung von Steifheit und Schwellungen verhindert werden, wenn sich die Gelenke in einer Ruheposition befinden – beispielsweise beim Sitzen oder Liegen. Da es im Zuge der Arthrose oftmals zu chronischen Schmerzen der Gelenke in den Knien, der Wirbelsäule, der Hüfte und den Fingern kommt, kann Glucosamin durch die Verhinderung von Schwellungen und Steifungen auch gegen die Schmerzen eingesetzt werden, welche durch eine Arthrose hervorgerufen werden. Hier sollte beachtet werden, dass Glucosamin nicht sofort hilft, sondern zunächst über einen längeren Zeitraum eingenommen werden muss, damit es zu den gewünschten Wirkungen kommen kann.

Auch als Knorpelschutz lässt sich Glucosamin effektiv einsetzen. Gerade für Menschen, welche an Arthrose leiden, ist dies von wichtiger Bedeutung. Genauso ist der Schutz von Knorpeln wichtig für ältere Menschen, für Menschen, welche schweren Tätigkeiten nachgehen oder für Menschen, welche viel Sport treiben – auch hier kann es durch die teils starke Belastung nämlich zu Schädigungen an den Knorpeln kommen. Dies gilt gerade für Kraftsportler. Hier kann Glucosamin auch zu mehr Beweglichkeit und einer höheren Mobilität führen. Daher wird Glucosamin als Nahrungsergänzungsmittel auch häufig unter Sportlern eingenommen. Natürlich kann Glucosamin darüber hinaus präventiv eingenommen werden: Wer schon früh mit der Einnahme von Glucosamin beginnt, wird im höheren Alter deutlich weniger Komplikationen mit schmerzenden oder schwachen Gelenken haben. Außerdem können dadurch schwere Krankheiten, welche die Gelenke betreffen, von Anfang an verhindert werden.

Was sollte bei der Einnahme und Dosierung von Glucosamin beachtet werden?

Die richtige Einnahme und Dosierung entscheiden, wie effektiv die Wirkung von Glucosamin ausfällt. Daher sollte diesem Faktor eine besonders große Beachtung geschenkt werden. Eingenommen wird Glucosamin stets oral. Dabei kann die Anwendung zu einem beliebigen Zeitpunkt des Tages erfolgen: Dies kann beispielsweise zu einer Mahlzeit wie dem Frühstück erfolgen. Aber auch morgens kann Glucosamin auch einen leeren Magen eingenommen werden. Einige Sportler wiederum vertrauen auf die Einnahme direkt nach dem Training, da hier eine verbesserte Aufnahme von Nährstoffen durch den Körper vorliegt. Generell kann empfohlen werden, Glucosamin stets zu dem gleichen Zeitpunkt einzunehmen. Außerdem kann die gesamte Tagesdosis auf einmal eingenommen werden. Eine Aufteilung in kleine Dosen verteilt über den Tag muss nicht erfolgen.

Die richtige Dosis hängt grundsätzlich von der Art des Glucosamins ab, welches in Form eines Nahrungsergänzungsmittels eingenommen wird. So sollten unbedingt die Angaben beachtet werden, welche sich auf der jeweiligen Verpackung des Nahrungsergänzungsmittels befinden. Die maximal empfohlene Tagesdosis des jeweiligen Herstellers sollte unter keinen Umständen überschritten werden. Eine Anpassung der Tagesdosis sollte daher nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker erfolgen. Grundsätzlich kann aber eine Tagesdosis von 1.500 mg Glucosamin empfohlen werden, um die gewünschte Wirkung des Aminozuckers hervorzurufen.

Beachtet werden sollte außerdem, keine unterschiedlichen Glucosamin-Präparate gleichzeitig einzunehmen. Unter Umständen kann es hier nämlich zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Eine gleichzeitige Einnahme unterschiedlicher Glucosamin-Präparate sollte daher ausschließlich nach ärztlicher Absprache erfolgen. Außerdem ist zu beachten, dass es nach dem Beginn der Einnahme von Glucosamin nicht sofort zu der gewünschten Wirkung kommen kann. Einige Menschen müssen Glucosamin zunächst für einen Zeitraum von 8 Wochen einnehmen, um die Effekte des Nahrungsergänzungsmittels zu spüren. Grundsätzlich lässt sich Glucosamin dauerhaft einnehmen.

Solange die maximale Tagesdosis nicht überschritten wird, geht keine gesundheitliche Gefahr von dem Präparat aus. Wird die Einnahme von Glucosamin einmal vergessen, so sollte diese am nächsten Tag regulär weitergeführt werden. Eine doppelte Tagesdosis sollte daher nicht eingenommen werden. Außerdem sollten Diabetiker beachten, Glucosamin nur unter ärztlicher Absprache einzunehmen. Hier kann es unter anderem auch zu ungewöhnlichen Ergebnissen im Zuge eines Blutzucker-Tests kommen.

In welchen Arten steht Glucosamin zur Verfügung und welche ist die Beste?

Glucosamin wird als Nahrungsergänzungsmittel mittlerweile von vielen verschiedenen Herstellern angeboten und kann in Form verschiedener Präparate erworben werden. Unter anderem wird dieses in Form von Tabletten, Pillen, Kapseln, Pulver oder als fertiges Getränk angeboten. Letzteres eignet sich unter anderem gut für Reisen, kann langfristig aber auch zu hohen Kosten führen. Daher sollte Glucosamin in Form fertiger Getränke nur für besondere Situationen verwendet werden. Für eine dauerhafte Einnahme sind Tabletten, Pillen, Kapseln oder Pulver bestens geeignet. Reines Glucosamin in Form von Pulver lässt sich gut mit einem Messlöffel dosieren und kann bei Bedarf unter anderem auch Speisen beigemischt werden. So lässt sich das Glucosamin besonders einfach einnehmen. Eine besonders schnelle und effektive Einnahme kann wiederum mit Tabletten, Pillen oder Kapseln erfolgen. Gerade Kapseln sind oftmals noch weitere Bestandteile wie Schwefel, Mangan und Vitamin E hinzugefügt. Diese verbessern die Aufnahme und tragen ebenfalls zur Stärkung der Gelenke bei.

Generell sollte bei der Auswahl eines Nahrungsergänzungsmittels mit Glucosamin aber darauf geachtet werden, dass es sich um ein hochwertiges Glucosamin handelt. Erkannt werden kann dies unter anderem an Qualitätszertifikaten, welche von einigen Herstellern aufgeführt werden. Kann ein Hersteller Labortests vorweisen, so spricht dies ebenfalls für die hohe Qualität des Glucosamins. Des Weiteren kann ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel, welches Glucosamin enthält, an der Bio-Qualität erkannt werden. Befindet sich das Bio-Zertifikat auf diesem, so kann grundsätzlich von einem Glucosamin ausgegangen werden, welches keine gesundheitsschädigenden Substanzen enthält. Es sollte zuletzt auch auf die Zusatzstoffe geachtet werden: Einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten Zusatzstoffe, welche teilweise nicht benötigt werden oder auf Dauer sogar gesundheitsschädigend sind.

Kann es durch die Einnahme von Glucosamin zu Nebenwirkungen kommen?

Es handelt sich bei Glucosamin zwar um einen natürlich vorkommenden Aminozucker, allerdings kann es durch die Einnahme dennoch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Zu diesen kommt es in der Regel selten, allerdings sollten diese dringend beachtet werden, wenn diese auftreten. So kann es durch die Einnahme von Glucosamin unter anderem zu Übelkeit oder Erbrechen kommen. Durchfall oder Verstopfung können ebenfalls eine Folge der Einnahme von Glucosamin sein. Dies gilt vor allem für eine Überdosis des Aminozuckers. Darüber hinaus kann es zu Sodbrennen kommen. Erhöhte Cholesterinwerte können vereinzelt ebenfalls auftreten. Einige Personen leiden durch die Einnahme von Glucosamin auch an Geschmacksstörungen oder Bauchschmerzen. Teilweise können auch Kopfschmerzen und Müdigkeit auftreten.

Weiterhin kann es durch die Einnahme von Glucosamin zu allergischen Reaktionen kommen, welche sofort im Zuge einer ärztlichen Untersuchung behandelt werden sollten. Anzeichen für allergische Reaktionen durch die Einnahme von Glucosamin können beispielsweise Atemprobleme, schweres Atmen, Kurzatmigkeit und Nesselsucht sein. Das Gleiche gilt für Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Rachen. Treten Nebenwirkungen auf, so sollte die Einnahme von Glucosamin grundsätzlich beendet werden. Eine Fortführung kann anschließend nur unter ärztlicher Beratung stattfinden.

Welche Kontraindikationen sind zu beachten?

Zwar wurden in klinischen Untersuchungen keine Kontraindikationen festgestellt, allerdings sollte Glucosamin in einigen Fällen nicht – oder nur unter einer ärztlichen Aufsicht eingenommen werden. Zum einen sollte Glucosamin während der Schwangerschaft nur unter Absprache mit dem behandelnden Arzt stattfinden, da die Wirkungen des Aminozuckers auf ein ungeborenes Kind nicht erforscht sind. Gleiches gilt bei einem besonders schwerem Verlauf einer Diabetes. Hier kann es nämlich durchaus zu gesundheitlichen Problemen durch die Einnahme von Glucosamin kommen.

Liegt ein hoher Cholesterinspiegel oder Triglyceridspiegel vor, so sollte eine Einnahme ebenfalls ärztlich abgesprochen werden. Gleiches gilt für Menschen, welche an Krebs, einer Lebererkrankung, Asthma sowie sämtlichen weiteren Atemstörungen leiden. Erfolgt die Einnahme von Blutverdünner oder liegt eine allergische Reaktion auf Schalentiere vor, so muss ebenfalls eine ärztliche Absprache im Voraus erfolgen. Grundsätzlich sollte keine Einnahme bei Menschen erfolgen, welche allergisch gegen den Aminozucker sind.

Können Wechselwirkungen bei der Einnahme von Glucosamin entstehen?

Werden aktuell bestimmte Medikamente eingenommen, so kann bei einer gleichzeitigen Einnahme von Glucosamin unter Umständen zu Wechselwirkungen kommen. Wird der Wirkstoff Warfarin mit Glucosamin eingenommen, so kann es zu leichten Blutungen kommen. Eine Einnahme von Glucosamin sollte also nicht bei Menschen erfolgen, welche auf die regelmäßige Einnahme von Warfarin angewiesen sind. Außerdem kann es zu einer Wechselwirkung bei der Einnahme von Tetrazyklinen kommen, da hier unter Umständen die Serumkonzentration durch das Glucosamin erhöht werden kann. Somit kann es starken Nebenwirkungen kommen. Wechselwirkungen können darüber hinaus bei der Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten vorliegen. Wer sich bezüglich einer Wechselwirkung nicht sicher ist, sollte vor der Einnahme von Glucosamin grundsätzlich seinen Arzt konsultieren.

Fazit

Nicht ohne Grund setzen immer mehr Menschen auf die positiven Wirkungen von natürlichem Glucosamin: Der Aminozucker kann bei Gelenkschmerzen, einer chronischen Arthritis und sogar rheumatischen Erkrankungen helfen. Außerdem kann dieser optimal präventiv eingenommen werden. Für Sportler ist Glucosamin ebenfalls bestens geeignet. Zu Nebenwirkungen kommt es darüber hinaus äußerst selten und Glucosamin eignet sich zudem für die Einnahme bei den meisten Menschen. Vor dem Kauf sollte jedoch besonders auf die Qualität geachtet werden, um von der bestmöglichen Wirkung zu profitieren und zudem gesundheitsschädigende Substanzen auszuschließen.