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In-vitro-Fertilisation und Embryoskopie

Ausgewählte Methode der künstlichen Befruchtung – die In-vitro-Fertilisation

Eizelle
Eizelle (© Mopic – Fotolia.com)

Hinter der zunächst etwas befremdlich klingenden Bezeichnung „In-vitro-Fertilisation“ verbirgt sich eine Möglichkeit, sich den lang ersehnten Wunsch nach einem Kind zu erfüllen. In-vitro bedeutet lediglich, dass „im Glas“ gearbeitet wird. Das heißt, die Befruchtung der Eizelle findet in einem Reagenzglas statt.
Neben verschiedenen anderen Techniken ist die In-vitro-Fertilisation ein Verfahren, das eine künstliche Befruchtung ermöglicht und sich durch einen ganz bestimmten Ablauf auszeichnet. Zu den wichtigsten Schritten der In-vitro-Fertilisation gehören die Gewinnung der Eizelle und der Spermien. Damit sind die Aufgaben des Paares bereits abgeschlossen. Die nächsten Stadien laufen im Labor ab und basieren auf der Befruchtung der Eizelle der Frau mit dem in aufbereiteter Form vorhandenen Sperma des Mannes. Dieses Verfahren wird in Fachkreisen als Intrazytoplasmatische Spermieninjektion bezeichnet. Diese Technologie ist unter insgesamt vier Vorgängen die häufigste.

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Eine fachübliche Abkürzung dieses Begriffs ist ICSI.
Die ICSI wird nicht bei allen Paaren angewandt, sondern nur dann, wenn eine Unfruchtbarkeit aufgrund eines reduzierten Bewegungsvermögens der Spermien oder eine zu geringe Anzahl an Spermien diagnostiziert wurden. Auch beim Vorliegen von Antikörpern bei der Frau gegen die Spermien des Mannes ist ein ICSI sinnvoll.
Die Durchführung ist für medizinische Laien recht einfach, denn sie basiert auf dem unter einem hoch auflösenden Elektronenmikroskop vorgenommenen Befruchtungsvorgang. Dabei werden die in einer mikrofeinen Injektionskanüle befindlichen Spermien in die Eizelle eingeführt.

Bei der Familienplanung mit der In-vitro-Fertilisation wird sozusagen die Natur ausgetrickst und nicht die Gebärmutter der Frau, sondern ein im Labor vorhandenes Reagenzglas als Ort der Befruchtung eingesetzt. Im ärztlichen Fachjargon wie die In-vitro-Fertilisation häufig mit IVF abgekürzt.

Die moderne Embryoskopie

Um Embryonen zu inspizieren, zu kultivieren und auszuwählen (zu selektieren), wird in der vorgeburtlichen Medizin z.B. ein Embryoscope angewendet. Neben den Vorteilen der Fetoskopie werden die Effekte der Embryoskopie in der Gynäkologie und Geburtshilfe genutzt, um die Oberfläche des kindlichen Körpers im Mutterleib zu beurteilen. Darüber hinaus können mit der hochkomplizierten Embryoskopie auch das Gesicht und die Extremitäten des Embryos begutachtet werden.
Möglich ist dies durch das Heranführen eines 2-5 mm starken Endoskops an den Embryo. Grundsätzlich ist dieser Eingriff jedoch mit einem hohen Risiko für das Kind verbunden und ist lediglich bei einem bestätigten Verdacht auf ganz bestimmte Krankheitsbilder begründet.

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