Home / Allgemein / Im Fitness-Check: Sportaktien

Im Fitness-Check: Sportaktien

Wer kennt diese Labels nicht? Adidas, Nike & Co. – Bis auf weiteres dürfte das Ge-schäft mit der Sportmode weiterhin ein Wachstumsmarkt bleiben. Der Grund ist einfach: Sport ist in unserer heutigen Gesellschaft angesagt und die Branche wächst als Wirt-schaftszweig in immer größere Dimensionen. Der Umsatz des weltweiten Sportmarktes dürfte sich in diesem Jahr auf rund 81,2 Milliarden Euro (Prognose für 2017) belaufen. Gegenüber 2013 ist das ein Umsatzplus von 13.3 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 lag der Umsatz bei 41,5 Milliarden Euro und somit würde es sich in diesem Jahr um eine Ver-doppelung handeln.

Absatzschwung hat nachgelassen

Mit Blick auf das vierte Quartal 2016 spricht die Deutsche Bank von geringeren Zu-wachsraten als noch im dritten Quartal und nicht zu Reden von dem ersten Halbjahr 2015. Dabei hat sich das Geschäft mit den Sportschuhen noch am besten gehalten, während das Sportgeschäft selbst, den stärksten Dämpfer erhalten hat.

Doch langfristig trauen die Experten dem Sportsegment weiterhin sehr vielversprechen-de Geschäftsaussichten zu – trotz der kurzfristigen Fluktuation. In den vergangenen Jahren sind auch die Sport-Aktien an der Börse zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Doch das die Bedeutung dieser Branche gestiegen ist, dass ist auch ables-bar daran, dass dem Segment der Sportbekleidung-Hersteller und Zulieferer von der Deutschen Bank eine quartalsweise Studie gewidmet wird. IN dieser Studie wird von Analysten eine Übersicht über die Aktien des Sportsektors gegeben, sowie den jüng-sten Entwicklungen der Geschäftsbasis und des Weiteren werden auch detaillierten Informationen zu den Unternehmen geliefert. Zudem werden auch Kursentwicklungen, Bewertungen und Analystenschätzungen miteinander verglichen und selbst Tipps wie der richtige Sportschuh ausgewählt wird, werden gegeben.

Die Sportaktien im Vergleich: Fußlahm oder doch fit?

Der weltweit größte Sportartikelhersteller heißt noch immer Nike. Das US-Unternehmen kann einen Jahresumsatz von knapp 29 Milliarden Euro vorweisen. Doch die Aktie selbst lässt zu wünschen übrig, denn im Xetra-Handel verlor die Aktie 2016 über 20 %. Der Börsenwert des Konzerns liegt bei 81 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank hantiert Nike mit einem Kursziel von 64 Dollar und die Kaufempfeh-lung für den Vertreter aus dem Dow Jones Industrial Average ist folglich mit einem Auf-wärtspotenzial von rund 14 % notiert.

Allerdings konnte Nike zuletzt nicht alle Erwartungen erfüllen. So war es dem US-Konzern im Geschäftsjahr 2016/17 zwar möglich, den Gewinn zu steigern, doch der Ausblick auf das Umsatzwachstum viel jedoch ungewohnt verhalten aus. Es war kon-kret von einem Umsatzwachstum die Rede, das im mittleren einstelligen Prozentbereich liegt. Somit mach der intensive Wettbewerb auf dem amerikanischen Heimatmarkt dem Platzhirschen zu schaffen – wobei sich vor allem Adidas als ein Konkurrent hervortut, der sehr ernst zu nehmen ist.

Aber dennoch bleibt die Deutsche Bank allerdings reagiert gelassen und rechnet für das Kalenderjahr 2017 mit einem Umsatzplus bei Nike von 7,4 % und einem Anstieg beim Gewinn vor Steuer und Zinsen von 10,9%. Zur Aktie heißt es, dass ein Anstieg beim Gewinn je Aktie on 2,16 US-Dollar auf 2,39 US-Dollar im laufenden Jahr zu rechnen sei. Für 2018 wird ein Wert von 2,60 Dollar vorhergesagt und gemessen an dieser Progno-se ergibt sich hier ein geschätztes KGV von 21,6.

Adidas ist weiter auf der Überholspur

Weiterhin befindet sich Adidas auf der Überholspur. Der deutsche Sportartikel-Hersteller kann mittlerweile einen Kursgewinn von knapp 70 % in diesem Jahr vorwei-sen. Den deutschen ist der zweite Platz sicher. Besonders in den USA setzen die Deut-schen dem Marktführer Nike zu. Der Börsenwert von Adidas beträgt fast 31 Milliarden Euro und der Jahresumsatz liegt knapp bei 17 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank spricht für die Adidas-Aktie eine Kaufempfehlung aus. Hier liegt das Kursziel bei 200,00 Euro und auch wenn der Anstieg in den vergangenen beiden Jah-ren sehr stark war, so hat das Label noch immer 12,3 % Luft nach oben.

Im März machte der deutsche Sportartikelkonzern Schlagzeilen mit seinen erhöhten Mittelfristzielen. Konnte Adidas 2016 ein Rekordergebnis erzielen, so traut sich der Konzern aus Herzogenaurach in den kommenden Jahren weitaus mehr zu. Zwischen 2015 und 2020 will der Konzern den Umsatz durchschnittlich um 10 bis 12 % pro Jahr steigern. Zudem geht Adidas beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen von einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 20 bis 22 % aus. Der Konzern hat-te bisher ein durchschnittliches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich sowie ein Gewinnplus von 15 % pro Jahr angestrebt.

Von der Deutschen Bank wird der angestrebte Gewinn von 10 Euro pro Aktie für mög-lich gehalten und zugleich wird eine operative Marge von 10,2 % bis dahin unterstellt.

Die Deutsche Bank geht bei Adidas in diesem laufenden Jahr von einem Umsatzplus von 14,5 % aus und einem Gewinn-Anstieg von 32,6% vor Steuer und Zinsen. Mit dem Blick auf die Vorhersage für 2019 ergibt sich ein geschätztes KGV von 20,3. Zwar ist das absolut betrachtet noch sehr hoch, doch durch die unterstellten hohen Wachstums-raten relativiert sich dieser Wert. Die Deutsche Bank geht beim Umsatz im genannten Zeitraum von einem Anstieg auf 26,518 Milliarden Euro aus (von 19,29 Milliarden Euro).

Check Also

Der Sommer naht – den Körper für den Sommer schön machen

Nun heißt es wieder: Weg mit den dicken und langen Kleidungsstücken und her mit den …